NEW! 2015 17.9.2015 – 4.10.2015

NEW! 2015
Details: BBK Württemberg

Neue Miglieder des BBK Württembergs e.V. stellen aus.

Die Vernissage findet am 17. September 2015 um 19 Uhr im Atelierhaus in der Eugenstraße statt.

Adresse: Bund Bildender Künstlerinnen Württemberg e.V., Eugenstr.17, 70182 Stuttgart
Dauer: 17. September 2015 – 4. Oktober 2015
Öffnungszeiten: Samstag: 14-18 Uhr, Sonntag: 11-16 Uhr

Lebenslauf

seit 2008 Dozentin für den Fachbereich Hochdruck an der FK Stuttgart
2007 Studienabschluss in freier Grafik und Malerei
2005 — 2007 Studium an der Freien Kunstschule in Stuttgart
2003 — 2005 Kunstschule Labyrinth Bietigheim
1986 Diplomabschluss in Biologie
1981 — 1986 Studium der Biologie an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg

Mitgliedschaften

Bund Bildender Künstlerinnen Württemberg e.V.
Württembergischer Kunstverein e.V.
Kunstverein Ludwigsburg
 

Ausstellungen

2016 Kunst im Landkreis, Kreishaus Ludwigsburg
2015 Ausstellung NEW!, BBK Stuttgart
Ausstellung Selbst, BBK Stuttgart
2014 Kunst im Turm Markgröningen
2013 Kunst im Turm Markgröningen
Württembergischer Kunstverein Stuttgart
2011 Galerie Lichtblick Markgröningen
Württembergischer Kunstverein Stuttgart
2010 Kunstverein Ludwigsburg
2009 Forum Türk Nürtingen
2008 Rathaus Stuttgart
Rathaus Bad Cannstatt
2007 Freie Kunstschule Stuttgart
2006 Württembergischer Kunstverein Stuttgart
Freie Kunstschule Stuttgart
2005 Freie Kunstschule Stuttgart

Öffentliche Ankäufe

2016 Landratsamt Ludwigsburg
2010 Oberlandesgericht Stuttgart
2008 Oberlandesgericht Stuttgart
2007 Oberlandesgericht Stuttgart
 

Textfragmente

… was ich mache, ist "Stückwerk" im weitesten Sinne.
… Ich fand: eine alte Jacht, abgestellt auf einem Gerümpelplatz voller Schrott und Unrat, umgeben von Planen, Absperrbändern und ähnlichen Zeichen eines geplanten Restaurationsprojektes. Dieses Ensemble beobachtete ich über einen Zeitraum von etwa 5 Jahren, ohne dass etwas Anderes passierte, als weiterer Verfall. Das Schiff wurde immer rostiger, die Planen und Absperrbänder zerfledderten im Regen, Frost und Wind. Ganz offensichtlich hatte hier jemand Großes vorgehabt und aus irgendwelchen Gründen nicht weiter verfolgt oder war an der Ausführung gehindert worden. Für mich wurde dieses Boot mit der Zeit zu einem Symbol von zu groß geratenen Vorhaben, von nicht realisierbaren Träumen, von der Zerrissenheit zwischen Plan und Wirklichkeit, eben von "Stückwerk". Ich fühlte mich an die Geschichte von Noah und seinem Arche-Projekt erinnert und fragte mich, was wäre wenn …
… niemand mehr Lust hat, die Welt zu retten.
… es zu viel Mühe macht, anzufangen.
… es zu langweilig ist, dran zu bleiben …
… keiner weiß, wann man aufhören sollte …
… sich niemand verantwortlich fühlt.
… jeder denkt: "Ich habe nicht angefangen …"
… Grenzen aller Art, Risse, Sollbruchstellen, Dinge, die aus Stücken bestehen und dadurch eine wandelbare Gestalt besitzen, komplexe Erscheinungen, die sich nicht in einer eindeutigen Form präsentieren, aber dennoch individuelle und unverwechselbare Muster bilden.
… Zerstückelung und zunehmende Urbanisierung von Landschaft und Natur, wobei mich hierbei besonderes die Schnittstellen dieser Bereiche interessieren.
… die Degradierung eines eigenwilligen, kraftvollen Lebewesens zu bloßem Dienstmaterial des Menschen.
… Gibt es Konstanz im Wandel? Wie und durch welche Muster äußert er sich?
… es geht auch um die schlichte, reelle Teilung von Dingen, weil sie dadurch als Ganzes besser handelbar und bearbeitbar sind …
… an Begriffen wie: "Zerlegbarkeit, Zerreißprobe, Teilungsnaht, Sollbruchstelle, Grabenbildung, Dehnungsfuge, Schwangerschaftsstreifen …" lässt sich die Bandbreite der gedanklichen Bezüge ablesen.
…, dass Begriffe, die zunächst sehr negativ besetzt sind, wie "zerrissen", oder "geteilt", bei näherem Betrachten auch positive Aspekte beinhalten, dann nämlich, wenn man "zerreißen" als äußeren Ausdruck eines inneren Wachstumsprozesses versteht oder wie im Beispiel "Sollbruchstelle" ‐ ein Teil sich "opfert", um das Ganze nicht zu gefährden.

Für Anfragen und Kommentare